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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
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199
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Deutschland.

Der eine bewegte sogar den MundUnd hielt eine Rede, sehr lauge;

Er setzte mir auseinander, warumEr meinen Respekt verlange.

Zuerst weil er ein Täter sei,lind zweitens weil er ein König,

Und drittens weil er ein Heil'ger jedochDas alles rührte mich wenig.

Ich gab ihm zur Antwort lachenden Muts:Vergebens ist deine Bemühung!

Ich sehe, daß du der VergangenheitGehörst in jeder Beziehung.

Fort! fort von hier! im tiefen GrabIst eure natürliche Stelle.

Das Leben nimmt jetzt in BeschlagDie Schätze dieser Kapelle.

Der Zukunft fröhliche KavallerieSoll hier im Dome Hausen,

Und weicht ihr nicht willig, so brauch' ich GewaltUnd laß' euch mit Kolben lausen!

So sprach ich, und ich drehte mich um,

Da sah ich furchtbar blinkenDes stummen Begleiters furchtbares BeilUnd er verstand mein Winken.

Er nahte sich, und mit dem BeilZerschmetterte er die armenSkelette des Aberglaubens, er schlugSie nieder ohn' Erbarmen.

Es dröhnte der Hiebe Wiederhat!

Aus allen Gewölben, entsetzlich!

Blutstrvme schössen aus meiner Brust,

Und ich erwachte plötzlich.

Kapitel vm.

Von Köllen bis Hagen kostet die PostFünf Thaler sechs Groschen preußisch.Die Diligenee war leider besetztUud ich kam in die offene Beichais'.