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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
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Deutschland.

Dil siehst mich an sv stier und fest

Steh Rede: Was verhüllst duHier unter dem Mantel, das heimlich blinkt?Wer bist du und was willst du?

Doch jener erwiderte trockenen Tons,

Sogar ein bißchen phlegmatisch:

Ich bitte dich, exorciere mich nichtUnd werde nur nicht emphatisch!

Ich bin kein Gespenst der Vergangenheit,Kein grabentsticgncr Strohwisch,

Und von Rhetorik bin ich kein Freund,Bin auch nicht sehr philosophisch.

Ich bin nicht praktischer Natur,bind immer schweigsam und ruhig.

Doch wisse: was du ersonnen im Geist,Das führ' ich aus, das thu' ich.

Und gehn auch Jahre drüber hin,Ich raste nicht, bis ich verwandleIn Wirklichkeit, waS du gedacht;

Du denkst und ich, ich handle.

Du bist der Richter, der Büttel bin ich,Und mit dem Gehorsam des KnechtesVollstreck' ich das Urteil, das du gefallt,Und sei eS ein ungerechtes.

Dem Konsul trug man ein Beil voran,Zu Rom, in alten Tagen.

Auch dll hast deinen Liktvr, doch wirdDas Beil dir nachgetragen.

Ich bin dein Liktor, und ich geh'

Beständig mit dem blankenNichterbeilc hinter dir ich binDie That von deinem Gedanken."

Kapitel vii.

Ich ging nach Haus und schlief, als obDie Engel gewiegt mich hätten.

Man ruht in deutschen Betten so weich,Zumal wenn es Federbetten.