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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
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Atta Troll,

Um mir nun die rohe KrnsteVon den Beinen abzulaufen,

Und, wie Kalle, mir die feinernWeltmannssitten anzuschleifen:

Nahm, ich Abschied von der Heimat,Und auf meiner BildungsreiseKam ich nach den Pyrenäen,

Nach der Hütte der Uraka.

Bracht' ihr ein EmpfehlungsschreibenVom Justinus Kcrner; dachteNicht daran, daß dieser FreundIn Verbindung steht mit Hexen,

Freundlich nahm mich anfUIraka,Doch es wuchs, zu meinem Schrecken,Diese Freundlichkeit, ausartendEndlich gar in Sinnenbrunst,

Ja, es flackerte die UnzuchtScheußlich auf im welken BusenDieser lasterhaften Vettel,

Und sie wollte mich verführen,

Doch ich flehte: Ach, cntschuld'genSic, Madame; bin kein frivolerGoetheaner, ich gehöreZu der Dichterschule Schwabens.

Sittlichkeit ist unsre Muse,

Und sie trägt vom dicksten LederUnterhosen Ach! vergreifenSie sich nicht an meiner Tugend!

Andre Dichter haben Geist,

Andre Phantasie, und andreLeidenschaft, jedoch die TugendHaben wir, die Schwabendichtcr.

Das ist unser eiuz'ges Gut!

Rauben Sic mir nicht den sittlichReligiösen Bettelmantel,

Welcher meine Blöße deckt!

Also sprach ich, doch ironischLächelte das Weib, und lächelndNahm sie eine MistclgerteUnd berührt' damit mein Haupt,

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