Druckschrift 
2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
164
Einzelbild herunterladen
 

164 Atta Troll,

Endlich übermannte gänzlichMich der Schlaf, und an die StelleWachender Phantasmen tratEin gesunder, fester Traum,

Und mir träumte, daß die HüttePlötzlich ward zu einem Ballsaal,Der von Säulen hvchgetragenUnd erhellt von Girandvlcn,

Unsichtbare MusikantenSpielten ans Robert-le-DiäbleDie verruchten Nonncntänze;

Ging dort ganz allein spazieren.

Endlich aber öffnen sichWeit die Pforten, und es kommen,Langsam feierlichen Schrittes,Gar verwunderliche Gäste,

Lauter Bären und Gespenster!Aufrecht wandelnd, führt ein jederVon den Bären ein Gespenst,Das vermummt im weißen Grnbtnch.

Solcherweis gepaart, begannenSie zu walzen ans und niederDurch den Saal, Kurioser Anblick!Zum Erschrecken und zum Lachen!

Denn den plumpen Bären ward cSHerzlich sauer, Schritt zu haltenMit den weißen Lnftgcbildcn,

Die sich wirbelnd leicht bewegten.

Unerbittlich fortgerissenWurden jene armen Bestien,

Und ihr Schnaufen iibcrdröhnteFast den Brummbaß des Orchesters.

Manchmal walzten sich die PaareAuf den Leib, und dem Gcspenste,Das ihn anstieß, gab der BärEin'ge Tritte in den Hintern,

Manchmal auch, im Tanzgetümmel,Riß der Bär daS LeichenlakenVon dem Haupt des Tanzgenvssen;Kam ein Totenkopf zum Vorschein,