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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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156
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156 Atta Troll.

Dieses war die Fee Almude,

Die ich leicht erkennen konnteAn der Süße ihres LächelnsUnd am herzlich tollen Lachen!

Ein Gesicht, gesund und rosig,Wie gemalt von Meister Grenze,

Mund in Hcrzform, stets geöffnet,Und entzückend weiße Zähne.

Trug ein flatternd blaues NachtkleidDas der Wind zu lüften suchteSelbst in meinen besten TräumenSah ich nimmer solche Schultern!

Wenig fehlte und ich sprangAus dem Fenster, sie zu küssen!

Dieses wär' mir schlecht bekommen,Denn den Hals hätt' ich gebrochen.

Ach! sie hätte nur gelacht,

Wenn ich unten in dein AbgrundBlutend fiel zu ihren FüßenAch! ich kenne solches Lachen!

Und das dritte Frauenbild,Das dein Herz so tief bewegte,

War es eine Teufelinnc,

Wie die andern zwo Gestalten?

Ob's ein Teufel oder Engel,

Weiß ich nicht. Genau bei WeibernWeiß man niemals, wo der EngelAufhört und der Teufel anfängt.

Auf dem glutenkrankcn AntlitzLag des Morgenlandes Zauber,

Auch die Kleider mahnten kostbarAn Scheherezadens Märchen.

Sanfte Lippen, wie Granaten,Ein gebognes LiliennäSchen,

Und die Glieder schlank und kühlig,Wie die Palme der Oase.

Lehnte hoch auf weißem Zelter,Dessen Goldzaum von zwei MohrenWard geleitet, die zu FußAn der Fürstin Seite trabten.