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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
129
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Atta Troll.

Tod und Hölle! Diese Menschen,Diese Erzaristokratcn,

Schcnm auf das gesamte TierreichFrech und adelstolz herunter,

Rauben Weiber uns und Kinder,Fesseln uns, mißhandeln, tötenUns sogar, um zu verschachernUnsre Haut und unseru Leichnam!

Und sie glauben sich berechtigt,Solche Uuthat auszuübenGanz besonders gegen Bären,

Und sie nennen's Menschenrechte!

Menschenrechte! Menschenrechte!Wer hat euch damit belehnt?

Nimmer that es die Natur,

Diese ist nicht unnatürlich.

Menschenrechte! Wer gab euchDiese Privilegien?

Wahrlich nimmer die Vernunft,

Die ist nicht so unvernünftig!

Menschcn, seid ihr etwa besser,Als tvie andre, weil gesottenUnd gebraten eure Speisen?Wir verzehren rvh die unfern,

Doch das Resultat am EndeIst dasselbe nein, es adeltNicht die Atzung; der ist edel,

Welcher edel fühlt und handelt.

Menschcn, seid ihr etwa besser,

Weil ihr Wissenschaft und KünsteMit Erfolg betreibt? Wir andreSind nicht auf den Kopf gefallen.

Giebt es nicht gelehrte Hunde?Und auch Pferde, welche rechnenWie Kommerzienräte? TrommelnNicht die Hasen ganz vorzüglich?

Hat sich nicht in HydrostatikMancher Biber ausgezeichnet?Und verdankt man nicht den StörchenDie Erfindung der Klystiere?

Werke. II. Bd.