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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
61
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Neue Gedichte.

Und freut sich der blühenden Sommernacht;Ich wandle allein, mir fehlt das beste.

Ich wandle allein, gleich einem Kranken!Ich fliehe die Lnst, ich fliehe den Tanz,Und die schöne Musik und den LampcnglanIn England sind meine Gedanken.

Ich breche Rosen, ich breche Nelken,Zerstreuten Sinnes und kummervoll;Ich weiß nicht, wem ich sie geben sollMein Herz und die Blnmen verwelken.

14.

Gesanglvs war ich und beklommenSo lange Zeit nun dicht' ich wieder;Wie Thräncn, die uns plötzlich kommen,So kommen plötzlich auch die Lieder.

Melodisch kann ich wieder klagenVon großem Lieben, größer»! Leiden,Von Herzen, die sich schlecht vertragen,Und dennoch brechen, wenn sie scheiden.

Manchmal ist mir als fühlt' ich wehenUber dem Haupt die deutschen EichenSie flüstern gar von WiedersehenDas sind nur Träume sie verbleichen.

Manchmal ist mir, als hört' ich singenDie alten deutschen NachtigallenWie mich die Töne sanft umschlingen!Das sind nur Träume sie Verhallen.

Wo sind die Rosen, deren LiebeM ich einst beglückt? All ihre BlüteIst längst verwelkt! Gespenstisch trübeSpukt noch ihr Duft mir im Gemüte.

In der Fremde.

1.

Es treibt dich fort von Ort zu Ort,Du weißt nicht mal warum;

Ine Winde klingt ein sanfteS Wort,Schaust dich verwundert um.