Neue Gedichte.
14.
ES ziehen die brausenden WellenWohl nach dem Strand;Sie schwellen und zerschellenWohl auf dem Sand.
Sie kommen groß und kräftigOhn' Unterlaß;
Sie werden endlich heftig —Was hilft uns das?
15.
Es ragt ins Meer der Runenstein,Da sitz' ich mit meinen Träumen.Es Pfeift der Wind, die Möwen schrein,Die Wellen, die wandern und schäumen.
Ich habe geliebt manch schönes Kindlind manchen guten Gesellen —
Wo sind sie hin? Es Pfeift der Wind,Es schäumen und wandern die Wellen.
16.
Das Meer erstrahlt im Sonnenschein,Als ob es golden war'.
Ihr Brüder, wenn ich sterbe,
Versenkt mich in daS Meer.
Hab' immer das Meer so lieb gehabt,Es hat mit sanfter FlutSo oft mein Herz gckühlet;
Wir waren einander gut.
Angeligur.
1.
Nun der Gott mir günstig nicket,Soll ich schweigen wie ein Stummer,Ich, der, als ich unbeglncket,
So viel sang von meinem Kummer.
Daß mir tausend arme JungenGar verzweifelt nachgedichtet,lind das Leid, das ich besungen,
Noch viel Schlimmres angerichtet!