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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
27
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Nene Gedichte.

Vernichtet ist das Zweierlei,

Das uns so lang bcthöret;

Die dumme LciberguälereiHat endlich aufgehöret.

Hörst du den Gott im finstern Meer?Mit tausend Stimmen spricht er.Und siehst du über unser»! HauptDie tausend Gotteslichtcr?

Der hcil'ge Gott, der ist im LichtWie in den Finsternissen;

Und Gott ist alles, was da ist;

Er ist in unscrn Küssen.

9.

Graue Nacht liegt auf dem MeereUnd die kleinen Sterne glimmen.Manchmal tönen in dem WasserLange hingezogne Stimmen.

Dortcn spielt der alte NordwindMit den blanken Meereswcllen,

Die wie Orgelpfeifen hüpfen,

Die wie Orgelpfeifen schwellen.

Heidnisch halb und halb auch kirchlichKlingen diese Melodeien,

Steigen mutig in die Höhe,

Daß sich drob die Sterne freuen.

lind die Sterne, immer größer,

Glühen ans mit Lnstgewimmel,

Und am Ende groß wie SonnenSchweifen sie umher am Himmel.

Zur Musik, die unten tönet,

Wirbeln sie die tollsten Weisen;Sonnen-Nachtigallen sind es,

Die dort oben strahlend kreisen.

Und das braust und schmettert mächtig,Meer und Himmel hör' ich singen,lind ich fühle NiesenwollnstStürmisch in mein Herze dringen.