Neue Gedichte.
lind das duckt sich nvch scheinheilig,Oder bläht sich, stolz gespreizet,
Schöner Süden! wie verehr' ichDeinen Himmel, deine Götter,
Seit ich diesen MenschcnkehrichWicderseh' und dieses Wetter!
(1832—1839,)
Seraphiue.
1,
Mandl' ich in dem Wald des Abends,In dem träumerischen Wald,
Immer wandelt mir zur SeiteDeine zärtliche Gestalt,
Ist es nicht dein weißer Schleier?Nicht dein sanftes Angesicht?
Oder ist es nur der Mondschein,Der durch Tannendunkcl bricht?
Sind es meine eignen Thräncn,Die ich leise rinnen hör'?
Oder gehst du, Liebste, wirklichWeinend neben mir einher?
An dem stillen MeeresstrandeIst die Nacht heraufgezogen,lind der Mond bricht ans den Wolken,lind es flüstert aus den Wogen:
„Jener Mensch dort, ist er närrisch,Oder ist er gar verliebet?
Denn er schaut so trüb und heiter.Heiter und zugleich betrübet,"
Doch der Mond, der lacht herunter,lind mit Heller Stimme spricht er:„Jener ist verliebt und närrisch,Und noch obendrein ein Dichter."