Neue Gedichte.
O, lieber Mond, welch frvnnnes GeschlechtSind doch die Blumen! Sie haben recht,Ich habe Schlimmes verbrochen!
Doch tonnt' ich wissen, daß sie gelausch:,Als ich, von glühender Liebe berauscht,Mit den Sternen droben gesprochen?
18.
Mit deinen blauen AugenSiehst du mich lieblich an,
Da ward mir so träumend zu Sinne,Daß ich nicht sprechen kann.
An deine blauen AugenGedenk' ich allerwttrtS: —
Ein Meer von blauen GedankenErgießt sich über mein Herz.
19.
Wieder ist das Herz bezwungen,lind der öde Groll verrauchet,
Wieder zärtliche GefühleHat der Mai mir eingehauchet.
Spät und früh durcheil' ich WiedelDie besuchtesten Alleen,
Unter jedem Strohhut such' ichMeine Schöne zu erspähen.
Wieder an dem grünen Flusse,Wieder steh' ich an der Brücke —Ach, vielleicht fährt sie vorüber,Und mich treffen ihre Blicke.
Im Geräusch des WasserfallesHör' ich wieder leises Klagen,Und mein schönes Herz versteht eS,Was die weißen Wellen sagen.
Wieder in verschlungnen GängenHab' ich träumend mich verloren,Und die Vögel in den BüschenSpotten des verliebten Thoren.