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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
13
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Neue Gedichte.

Und nimmt mein Herz sich nicht in acht,So wird es sich wieder verlieben.

Doch welche von den Blumen all'nWird mir das Herz umgarnen?Es wollen die singenden Nachtigall'::Mich vor der Lilie warnen.

11.

Es drängt die Not, es läuten die Glocken,Und, ach! ich Hab' den Kopf verloren!Der Frühling und zwei schöne Augen,Sie haben sich wider mein Herz verschworen.

Der Frühling und zwei schöne AugenVerlocken mein Herz in neue Bethöruug!Ich glaube, die Rosen und NachtigallenSind tief verwickelt in dieser Verschwörung.

12.

Ach, ich sehne mich nach Thräncn,Liebesthrttnen, schmerzenmild,

Und ich fürchte, dieses SehnenWird an: Ende noch erfüllt.

Ach, der Liebe süßes ElendUnd der Liebe bittre LustSchleicht sich wieder himmlisch quälendIn die kaum genesne Brust.

13.

Die blauen FrühlingsaugenSchaun aus dem Gras hervor;Das sind die lieben Veilchen,Die ich zum Strauß erkor.

Ich pflücke sie und denke,Und die Gedanken all',

Die mir in: Herzen seufzen,Singt laut die Nachtigall.

Ja, was ich denke, singt sieLautschmetternd, daß es schallt;Mein zärtliches GeheimnisWeiß schon der ganze Wald.