Gedichte aus dem Nachlaß.
eöichte aus öem Uachlaß
bis 1830.
Lieder.
i.
Wenn junge Herzen brechen,So lachen drob die Sterne,Sic lachen und sie sprechenHerab aus der blauen Ferne:
„Die armen Menschen liebenSich zwar mit vollen Seelen,Und müssen sich doch betrüben,Und gar zu Tode gnälen."
„Wir haben nie empfundenDie Liebe, die so verderblichDen armen Menschen drunten;Drum sind wir auch unsterblich."
2.
Jegliche Gestalt bekleidend,
Bin ich stets in deiner Nähe,
Aber immer bin ich leidend,
Und du thust mir immer wehe.
Wenn du, zwischen BlumenbeetenWandelnd in des SommerS Tagen,Einen Schmetterling zertreten —Hörst du mich nicht leise klagen?
Wenn dn eine Rose pflückest,Und mit kindischem BehagenSie entblätterst und zerstückcst —Horst du mich nicht leise klagen?
Wenn bei solchem RoscnbrcchenBöse Dornen einmal wagenIn die Finger dich zu stechen —Hörst du mich nicht leise klagen?