Übersetzungen aus Lord Byrons Werken.
Und verschweigen muß dein MundJene Macht, die dir ward kund.
Und ein Zaubersang und SpruchHat dein Haupt getauft mit Fluch;Und ein Lnftgeist voller ListLegt dir Schlingen, wo du bist;
In dem Wind hörst du ein Wort,
Das dir scheucht die Freude fort;
Und die Nacht, so still und hehr,
Gönnt dir Ruhe nimmermehr;
Und des Tages SonnenscheinSoll dir unerträglich sein.
Aus deinen Thränen, falsch und schlau,Kocht' ich ein tödliches Gebrau;
Aus deines Herzens schwarzem QuellPreßt' ich des schwarzen Blutes Well';Aus deines Lächelns Falt' ich zogDie Schlang', die dort sich ringelnd bog;Aus deinem Mund nahm ich den Reiz,Den Hauch dcS allerschtimmsten Leids;Ich prüft' manch Gift, das mir bekannt,Doch deins am giftigsten ich fand.
Bei deines Schlangenlächelns Mund,Eiskaltein Herzen, Nrglistschlnnd,Bei deinem Aug', scheinheilig gut,Bei deiner Secl' verschloßner Wut,Bei deiner Kunst, womit du garDein Herz für menschlich gäbest dar,Bei deiner Lust an fremdem Leid,Bei deiner KainSähnlichkeit,
Hierbei verfluch' ich dich, Gesell;
Sei selber deine eigne Höll'!
Und auf dein Haupt gieß' ich den Saft,Der dir ein solch Verhängnis schafft;Schlafen nicht und sterben nichtGönnt dein Schicksal dir, du Wicht;
Sollst den Tod stets nahe schaun,
Freudig zwar und doch mit Graun.
Sieh! der Zauber schon umringt dich,Klanglos seine Kett' umschlingt dich;Auf dein Herz und Hirn zugleichKam der Spruch — verwelk, verbleich!