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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
154
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Also sprach ich, und sichtbar errötetenDroben die blassen Wolkcngestalten,Und schauten mich an wie Sterbende,Schmerzenvcrklärt, und schwanden plötzlich:Der Mond verbarg sich ebenHinter Gewölk, das dnnkler heranzog;

Hoch aufrauschte das Meer,

Und siegreich traten hervor am HimmelDie ewigen Sterne.

7.

Frngcn.

Am Meer, am wüsten, nächtlichen MeerSteht ein Jüngling-Mann,

Die Brnst voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel,Und mit düstern Lippen fragt er die Wogen:

O löst mir das Rätsel des Lebens,Das qualvoll uralte Rätsel,

Worüber schon manche Häupter gegrübelt,

Häupter in Hicroglyphenmützen,

Häupter in Turban und schwarzem Barett,Perückenhänpter und tausend andreArme, schwitzende Menschenhänpter

Sagt mir, was bedeutet der Mensch?

Woher ist er kommen? Wo geht er hin?Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?"

Es murmeln die Wogen ihr ew'ges Gemurmel,Es wehet der Wind, es fliehen die Wolken,Es blinken die Sterne gleichgültig und kalt,Und ein Narr wartet ans Antwort.

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Der Phönix.

ES kommt ein Vogel geflogen aus Westen.Er fliegt gen OstenNach der östlichen Gartcnhcimat,Wo Spezereien duften und wachsen,Und Palmen rauschen und Brunnen kiüsten -Und fliegend singt der Wandervogel:

Sie liebt ihn! sie liebt ihn!

Sie trägt sein Bildnis im kleinen Herzen,Und trägt es süß nnd heimlich verborgen,