Buch der Lieber.
Ahnuugsiißes heimliches Summen,
Und schüttet knisterndes Reisig ins Feuer,
Und bläst hinein,
Daß die flackernd roten Lichter
Zauberlieblich wiedcrstrahlen
Auf das blühende Antlitz,
Auf die zarte, weiße Schulter,
Die rührend hervorlauscht
Aus dem groben, grauen Heinde,
Und aus die kleine, sorgsame Hand,
Die das Unterröckchen fester bindet
Um die feine Hüfte.
Aber plötzlich, die Thür springt auf,
Und es tritt herein der nächtige Fremdling;Liebesicher ruht sein AugeAuf dem weißen, schlanken Mädchen,Das schauernd vor ihm steht,
Gleich einer erschrockenen Lilie;
Und er wirft den Mantel zur Erde,
Und lacht und spricht:
„Siehst du, mein Kind, ich halte Wort,
Und ich komme, und mit mir kommtDie alte Zeit, wo die Götter des HimmelsNiedersticgen zu Töchtern der Menschen,
Und die Töchter der Menschen umarmten,Und mit ihnen zeugtenZeptertragende KönigsgeschlcchterUnd Helden, Wunder der Welt.
Doch staune, mein Kind, nicht längerOb meiner Göttlichkeit,
Und ich bitte dich, koche mir Thee mit Rum,Denn draußen war's kalt,
Und bei solcher NachtlustFrieren auch wir, wir ewigen Götter,Und kriegen wir leicht den göttlichsten SchnupfenUnd einen unsterblichen Husten."
S.
Poseidon.
Die Sonnenlichter spieltenUber das wcithinrollende Meer;
Fern auf der Rhede glänzte das Schiff,