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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
133
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Die Nordsee,

Und können nicht sterben,

Und schleppen mit sichIhr strahlendes Elend.

Ich aber, der Mensch,Der Niedriggcpflanzte, der Todbeglückte,Ich klage nicht länger.

4.

Die Nncht nm Strande.

StcrnloS nnd kalt ist die Nacht,

Es gähnt daS Meer;

Und über dem Meer, platt ans dem Banch,

Liegt der ungestaltete Nordwind,

Und heimlich, mit ächzend gedämpfter Stimme,

Wic'n störriger Griesgram, der gut gelaunt wird,

Schwatzt er ins Wasser hinein,

Und erzählt viel tolle Geschichten,

Riescnmärchen, todschlaglaunig,

Uralte Sagen aus Norwcg,

Und dazwischen, weilschallend, lacht er und heult er

Beschwörungslieder der Edda,

Auch Runensprüche,

So dunkeltrotzig und zaubergewaltig,

Daß die weißen Meerkinder

Hoch aufspringen und jauchzen,

Ubermutberauscht,

Derweilen, am flachen Gestade,

Über den slutbefenchteten SandSchreitet ein Fremdling, mit einem Herzen,Das wilder noch als Wind und Wellen.

Wo er hintritt,

Sprühen Funken, nnd knistern die Muscheln;Und er hüllt sich fest in den grauen Mantel,Und schreitet rasch durch die wehende Nacht;

Sicher geleitet vom kleinen Lichte,

Das lockend und lieblich schimmertAns einsamer Fischerhütte.

Vater und Bruder sind auf der See,Und mutterseelallein blieb dortIn der Hütte die Fischcrtochtcr,

Die wunderschöne Fischertochter.

Am Herde sitzt sie,

Und horcht auf des Wasserkessels