Druckschrift 
1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
63
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Lyrisches Intermezzo.

Betrachten mit blinzelnden Augen,Wie alles romantisch blüht;Mit langen Ohren saugenSie ein der Spatzen Lied.

Ich aber verhänge die FensterDes Zimmers mit schwarzem Tuch:Es machen mir meine GespensterSogar einen Tagesbesuch.

Die alte Liebe erscheinet,

Sie stieg ans dem Totenreich;Sie setzt sich zu mir und weinet,Und macht das Herz nur weich.

38.

Manch Bild vergessener ZeitenSteigt ans aus seinem Grab,Und zeigt, wie in deiner NäheIch einst gelebet Hab'.

Am Tage schwankte ich träumendDurch alle Straßen herum,

Die Leute verwundert mich ausahn,Ich war so traurig und stumm.

Des Nachts, da war es besser,Da waren die Straßen leer;

Ich und mein Schatten sclbander,Wir wandelten schweigend einher.

Mit wiederhallendem FußtrittWandelt' ich über die Brück';Der Mond brach aus den WolkenUnd grüßte mit ernstem Blick.

Stehn blieb ich vor deinem HauseUnd starrte in die Höh',

Und starrte nach deinem Fenster, —Das Herz that mir so weh.

Ich weiß, du hast aus dem FensterGar oft herabgesehn,lind sahst mich im MondenlichteWie eine Säule stehn.