Lyrisches Intermezzo,
11.
Im Rhein, im schönen Strome,Da spiegelt sich in den Welln,
Mit seinem großen Dome,
Das große, heilige Köln.
Im Dom, da steht ein Bildnis,Auf goldenein Leder gemalt;
In meines Lebens WildnisHat's freundlich hineingestrahlt.
Es schweben Blumen und EngleinUm unsere liebe Frau;
Die Augen, die Lippen, die Wänglein,Die gleichen der Liebsten genau.
12.
Du liebst mich nicht, du liebst mich nicht,Das kümmert mich gar wenig;
Schau' ich dir nur ins Angesicht,
So bin ich froh wie'n König.
Du hassest, hassest mich sogar,
So spricht dein roteS Miindchen;
Reich mir es nur zum Küssen dar,So trost' ich mich, mein Kindchen.
13.
O schwöre nicht und küsse nur,Ich glaube keinem Weiberschwur!
Dein Wort ist süß, doch süßer istDer Kuß, den ich dir abgeküßt!
Den Hab' ich, und dran glaub' ich auch,Das Wort ist eitel Dunst und Hauch.
-l- H
O schwöre, Liebchen, immerfort,Ich glaube dir aufs bloße Wort!
An deinen Busen sink' ich hin,
Und glaube, daß ich selig bin;
Ich glaube, Liebchen, ewiglichUnd noch viel langer liebst du mich.
14.
Auf meiner Herzliebstcn ÄugeleinMach' ich die schönsten Kanzonen.Auf meiner Herzliebstcn Mündlcin kleinMach' ich die besten Terzinen.