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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
41
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Junge Leiden.

Ein Traum war Wer mich gekommen;Mir war, als sei ich noch ein Kind,Und säße still beim LämpchenscheineIn Mutters frommem Kämmerleins,Und läse Märchen, wunderfeine,

Derweilen draußen Nacht und Wind.

Die Märchen fangen an zu leben,Die Ritter steigen auS der Gruft;Bei Roncesvalles, da giebt's ein Streiten,Da kommt Herr Roland herzureiten,

Viel kühne Degen ihn begleiten,

Auch leider Ganelon, der Schuft.

Durch den wird Roland schlimm gebettet,Er schwimmt in Blut, und atmet kaum;Kaum mochte fern sein JagdhornzcichenDas Ohr des großen Karls erreichen,Da muß der Ritter schon erbleichenUnd mit ihm stirbt zugleich mein Traum.

Das war ein lautverworrnes Schallen,Das mich aus meinen Träumen rief.Verklungen war jetzt die Legende,

Die Leute schlugen in die HändeUnd riefenBravo!" ohne Ende;Die Sängerin verneigt sich tief.

17.

Das Lied von den Dukaten.

Meine güldenen Dukaten,

Sagt, wo seid ihr hingernten?

Seid ihr bei den güldncn Fischlein,Die im Bache froh und munterTauchen auf und tauchen unter?

Seid ihr bei den güldnen Blümlcin,Die auf lieblich grüner AueFunkeln hell im Morgentaue?

Seid ihr bei den güldnen Böglein,Die da schweifen glanzumwobenIn den blauen Lüften oben?

Seid ihr bei den güldnen Sternlein,Die im lcnchlenden GewimmelLächeln jede Nacht am Himmel?