Junge Leide».
14.
Wasscrfahrt.
Ich stand gclehnet an den Mast,Und zählte jede Welle.
Ade, mein schönes Vaterland!
Mein Schiff, das segelt schnelle!
Ich kam schön Liebchens Haus vorbei,Die Fensterscheiben blinken;
Ich guck' mir fast die Augen aus,
Doch will mir niemand winken.
Ihr Thräncn, bleibt mir aus dem Aug',Daß ich nicht dunkel sehe.
Mein krankes Herze, brich mir nichtVor allzugroßem Wehe!
15.
Das Lirdchcil von der Nene.
Herr Ulrich reitet im grünen Wald,Die Blätter lustig rauschen,
Er sieht eine holde MädcheugestaltDurch Baumcszweige lauschen.
Der Junker spricht: „Wohl kenne ichDies blühende, glühende Bildnis,
Verlockend stets umschwebt es michIn Volksgewühl und Wildnis.
„Zwei NöSlein sind die Lippen dort,Die lieblichen, die frischen;
Doch manches häßlich bittre WortSchleicht tückisch oft dazwischen.
„Drum gleicht dies Mündlein gar genauDen hübschen Rosenbüschen,
Wo gift'ge Schlangen wunderschlauIm dunkeln Laube zischen.
„Dort jenes Grübchen wunderlichIn wunderlieben Wangen,
Das ist die Grube, Ivorein mich triebWahnsinniges Verlangen.
„Dort seh' ich ein schönes LockenhaarVom schönsten Köpfchen hangen.
Das sind die Netze wunderbar,
Womit mich der Böse gefangen.