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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
26
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Buch der Lieder.

8.

Anfangs wollt' ich fast verzagen,

Und ich glaubt', ich trüg' es nie;

Und ich Hab' es doch getragen,

Aber fragt mich nur nicht: wie?

S.

Mit Rosen, Cypressen und FlittergoldMöcht' ich verzieren lieblich und holdDies Buch wie einen Totenschrein,

Und sargen meine Lieder hinein.

O, könnt' ich die Liebe sargen hinzu!Am Grabe der Liebe wächst Blümlein der Ruh,Da blüht es hervor, da pflückt man es ab,Doch mir blüht's nur, wenn ich selber im Grab.

Hier sind nun die Lieder, die einst so wild,Wie ein Lavastrom, der dem Ätna entquillt,Hervorgestürzt aus dem tiefsten Gemüt,Und rings viel blitzende Funken versprüht!

Nun liegen sie stumm und totengleich,Nun starren sie kalt und nebelblcich.

Doch aufs neu die alte Glut sie belebt,

Wenn der Liebe Geist einst über sie schwebt.

Und es wird im Herzen viel Ahnung laut:Der Liebe Geist einst über sie taut;

Einst kommt dies Buch in deine Hand,

Du süßes Lieb im fernen Land.

Dann löst sich des Liedes Zauberbann,Die blassen Buchstaben schann dich an,Sie schauen dir flehend ins schöne Aug',Und flüstern mit Wehmut und Liebcshanch.

Romanzen.

i.

Der Traurige.

Allen thnt es weh im Herzen,Die den bleichen Knaben sehn,Dem die Leiden, dem die SchmerzenAufs Gesicht geschrieben steh».