Buch der Lieder.
Das fallt ihr mir nicht mehr erzählen,Ihr Vöglein wnndcrschlau;
Ihr wollt meinen Kummer mir stehlen,Ich aber niemanden trau'.
4.
Lieb Liebchen, leg's Händchen anfs Herze mein; —Ach, hörst du, wie's pochet im Kämmerlein?Da hauset ein Zimmermann schlimm und arg,Der zimmert mir einen Totensarg.
Es hämmert und klopfet bei Tag und bei Nacht.Es hat mich schon längst um den Schief gebracht.Ach, sputet euch, Meister Zimmermann,
Damit ich balde schlafen kann!
ö.
Schöne Wiege meiner Leiden,
Schönes Grabmal meiner Ruh,
Schöne Stadt, wir müssen scheiden, —
Lebe wohl! ruf' ich dir zu.
Lebe wohl, du heil'ge Schwelle,
Wo da wandelt Liebchen traut;
Lebe wohl, du heil'ge Stelle,
Wo ich sie zuerst geschaut.
Hätt' ich dich doch nie gesehen,
Schöne Herzenskvnigin!
Nimmer wär' es dann geschehen,
Daß ich jetzt so elend bin.
Nie wollt' ich dein Herze rühren,
Liebe Hab' ich nie erfleht;
Nur ein stiilcS Leben führenWollt' ich, Ivo dein Odem weht.
Doch du drängst mich selbst von hinnen.Bittre Worte spricht dein Mnnd;
Wahnsinn wühlt in meinen Sinnen,
Und mein Herz ist krank und wund.
Und die Glieder matt und trägeSchlepp' ich fort am Wanderstab,
Bis mein müdes Haupt ich legeFerne in ein kiihleS Grab.