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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
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137
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Biographie. 137

Dichter verletzte ihn doch und licsz einen tiefen Stachel in seinerBrust zurück.

Nicht minder erbitterten ihn die Angriffe der deutschen Kritik,die, wie auf ein Kommando, auf Heine losmarschierte. Den Reigeneröffnete sein ältester Ilnivcrsitntsfreund, Jean Baptist Rousseau,ihm folgten viele andere, die, wie auf Verabredung, in weitschweifigenAbhandlungen erklärten, es sei mit Heines Poesie zu Ende. Dentiefsten Eindruck brachten aber auf ihn die scharfen Angrisse vonGustav Pfizer und Arnold Rüge hervor, dessen AbhandlungHeine als „Totschlagkritik" ansah.

Dazu kamen noch andere Leiden, die dem Dichter das Unglückdes Exils von Tag zu Tag fühlbarer machten. Alle die zahlreichenEmigranten, die sich in Paris zusammengefunden hatten, sprachenzuerst bei Heine und Borne vor. Heine verhielt sich ihnen gegen-über ablehnend und wollte von ihren revolutionären Projekten nichtshören; Börne dagegen schürte das Feuer ihres Hasses gegen dasVaterland. Darauf fingen sie an, in ihren Berichten an deutscheBlätter die abenteuerlichsten Gerüchte über Heine mitzuteilen. Schließlichsah er sich genötigt, allen Deutschen seine Thüre zu verschließen, undeine Zeitlang sogar die Adresse seiner Wohnung geheim zu halten.Trotzdem ließ sich Heine nicht abhalten, viele dieser Emigranten mitWvhlthaten zu überhänfen.

Tröstlich allein waren inmitten so vieler Anfeindungen dieBesuche, die Heine ans Deutschland empfing. Kaum ein hervor-ragender deutscher Litterat konnte von einem Ausfliege nach Pariszurückkehren, ohne von allen Seiten gefragt zu werden, ob er Heinegesehen. Daher kam es auch, daß kein Schriftsteller in Paris an-langte, ohne ihn sofort aufzusuchen, einige Witzwortc von ihm zuerhaschen und sie schwarz ans weiß nach Hanse zu tragen. Darausentstanden dann wieder viele Mißhelligkciten, Mißverständnisse undneue Feindschaften. Von den Deutschen, deren Besuch Heine wahrhafterfreute, seien nur die Dichter Franz Grillparzer, AnastasiusGrün HGraf Anton Anersperg), Franz Dingelstedt, GeorgHerweg h, dann der Fürst P ück ler-Mus kau, Adolf Stah r undFanny Lewald, und vor allem Heinrich Laube genannt, dessenpersönliche Bekanntschaft Heine im Sommer 1839 machte.

Die innigste Freundschaft verband Heine mit Heinrich Laube,der damals fast ein Jahr in Paris lebte. Laube führte ihm einesTages auch einen armen deutschen Musiker zu, der sich in Pariseine Existenz gründen wollte. Derselbe hatte Heines Lied von den„beiden Grenadieren" komponiert und wollte nun auch die Sage vondem fliegenden Holländer, wie sie Heine in den „Memoiren desHerrn von Schnabelewvpski" poetisch bearbeitet hatte, für ein Opernsüjct benutzen. Heine war ihm dabei mit Rat und That behilflich