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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
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Biographie.

Heine hatte anfangs die Absicht, anch nach Rain zn gehen, abernachdem er etwa zwet Monate in Florenz verweilt, überfiel ihn eineso mächtige Sehnsucht nach der Heimat und nach dem Vater, daß erschleunigst seine Rückreise antrat. In der That erhielt er in Venedigvon seinem Bruder die Nachricht, daß der Vater lebensgefährlich er-krankt sei und daß er in Würzburg, bei einem Herrn Tcxtvr, weitereNachrichten erhalten würde.

Nach einer mühseligen Reise in Würzburg angelangt, empfinger dort die Nachricht, daß sein Vater gestorben sei. Sein einzigerGedanke war nun, eiligst in die Heimat zurückzukehren, um Mutterund Geschwister zu trösten. Samson Heine war am 2. Dezember 1328an einem Ncrvenschlag gestorben, und als Heine in Hamburg eintraf, bereits auf dem israelitischen Friedhof in Altona zur ewigenRuhe gebettet.

Mit seiner Familie lebte Heine damals in innigster Harmonie;die wehmütige Stimmung über den Verlust dcS Vaters vereinigtesich mit der Sorge um die über alles geliebte Mutter. Noch vieleJahre später sagte er einmal zu Adolf Stahr:Ich habe den Ver-lust meines Vaters jahrelang nicht begreifen und nie verschmerzenkönnen." lind es dauerte ziemlich lange, bevor er sich von diesemSchlag erholen konnte, um wieder an seine Arbeiten und Plänedenken zu können. Da ihm in München alle Aussichten verschlossenwaren, ging Heine im Anfang des Jahres 1823 wieder nach Berlin,um dort mit Hilfe VarnhagenS und anderer einflußreicher Freundeseine Bemühungen zur Erlangung einer StantSanstellung fortzusetzen.In Berlin empfingen ihn altgewohnte und liebe Verhältnisse, wie daszn Rahcl und Varnhagen, zu Znnz und Moser, neue und meistinteressante, wie das zn Achim von Arnim und Bettina, zn HeinrichStieglitz und seiner unglücklichen Gattin, zn Felix Mendelssohn,Moritz Veit und Franz Kuglcr. Das Profilbild, welches letzterervon dein jungen Dichter entworfen hat, ist allgemein bekannt; es isteins der ähnlichsten Bilder aus der Jugendzeit des Dichters undenthält ans der linken Seite die Randbemerkung Heines;So sahich aus den 6. April 1829."

Der melancholische Ausdruck dieses Bildes stimmt genau übcrciiimit seinen Schriften und Briefen ans jener Zeit.

Im Frühling verlebte Heine einige einsame Wochen in Pots-dam in ländlicher Abgeschiedenheit; hier arbeitete er die Fortsetzungdes dritten Bandes derRcisebilder" anS. Er verkehrte mit niemandemals mit Heinrich Stieglitz und seiner Frau, und empfing nur dieBesuche seiner beiden Verleger Campe und Cotta. Die Verbindung mitletzterem wurde wieder aufgenommen und ein Teil dcS bereits fertige»Manuskripts der italienischen Reise an daSMorgenblatt" gesandt.

Anfang August begab sich Heine wieder nach Helgoland zum