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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
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I.

Der Stammbaum der Familie Heine ist kein alter; zum mindestcn lassen sich seine Spuren nicht weit Verfvlgen, sie reichen nurbis etwa in die Mitte des vorigen Jahrhunderts, nnd es erscheintals Ahnherr der Familie der jüdische Kaufmann Hcymann Heine,in Hannover ansässig, welcher eine Tochter des wohlhabenden Kauf-manns Meyer Simon Popert zn Altona heiratete. Dieser Ehe ent-sprossen sechs Söhne und zwei Tochter. Aber dieser Kindersegen warnnd blieb der einzige Reichtum der Familie, und nach dem TodeHeymann Heines zog die Witwe nach Altona, Ivo sie sich mit ihremSchwager Bendix Schiff verheiratete, welcher seinerseits gleichfalls sechsKinder in die Ehe brachte. Sämtliche Söhne erster Ehe hatten beidem spärlichen Einkommen der Eltern eine mühevolle Jugend durch-zumachen, sie verließen deshalb früh das elterliche Haus und gründetensich auswärts eine neue Heimat. Der älteste, Isaak, ging nachFrankreich, wo er in Bordeaux sich verheiratete, dort einen Klein-handel betrieb, und mit Not und Sorgen seine sechs Kinder großzog. Der inzwischen reich gewordene Bruder Salomon ließ seineSöhne nach Hamburg kommen, welche unter der strengen Obhutihre? OnkclS sich dem Kaufmannsstande widmeten und später d»S Weltberühmte Bankhaus Armand öb Michel Heine in Paris gründeten. Derzweite Sohn, Samson, Bater des Dichters, zog nach Düsseldorf; aufihn werden wir später zurückkommen. Der dritte oben erwähnteSalomon war sehr früh als Lehrling in das Bank- und Wechscl-geschäft seines Verwandten Popert gekommen und hatte es durchFleiß und Tüchtigkeit zum Bankier und Millionär gebracht, der inseiner zweiten Vaterstadt Hamburg wegen seiner großen Wohlthätigkeitin seinen Werken heute noch fortlebt. Seine sechs Kinder sind allefrüh gestorben nnd haben kaum die mittlere Lebensdauer erreicht.Sein Sohn Carl, der Nachfolger des Hamburger Bankhauses, heirateteeine Französin, Cecilie Furtado, und so ist die Witwe Frau Heine-Fnrtndo in Paris, nebst den Nachkommen Isaak HeincS, der fran-zösische Zweig der Familie. Der vierte, Meyer, zog nach Schwerin,Ivo er in glücklicher Ehe drei Kinder zeugte, von denen zwei Söhnesich eine geachtete Stellung als Mediziner erwarben. Der fünfte,Samuel, starb frühzeitig und blieb unverheiratet. Der sechste, Henry,der jüngste der Brüder, hatte studiert, doch widmete auch er sich dem