der alten Deutschen und Gallier. 279
dem Daseyn der Mysterien bey den Deutschen ab. DennRune drückt in seiner ersten und natürlichen Bedeutungeinen Einschnitt ans, eben wie . indem die aller-
ersten Buchstaben unstreitig in einen Baum sind einge-schnitten worden. Eo wie nun bald darauf die Aegyptersich der Glyphen zur Bezeichnung ihrer Geheimnisse be-dient haben, welche deßhalb Hieroglyphen (!e^-i ^Xr-S-n)genannt wurden; so gaben die Deutschen, die sich derRunen auf eben die Art bedienten, Veranlassung, dasWort Runen*) für geheime Buchstaben, das
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(oder ein verschnittenes Pferd). Die Wurzel scheint in/---v (liessen oder schneiden zu stecken, weil Flüssedie Erde durcbschnciden. Daher Rinn e, N u n n e, undendlich Runen. Man sehe Keußler in /cnrig. lsprenir.x. z?6 und 460, not. 2; und Wachter bey demWorte kunsn.
Ich füge nur noch im Vorbeygehen hinzu, daß Keyß-ler die Stelle des Klemens Alexandrinus 8n-om. iip. i,x. go;. eck. Oolon. 1688: „die Deutschen haben so-genannte heilige Weiber," nicht ganz richtig erklärthat, indem er diese heiligen Weiber----) Allrunen nennt. Denn die Osnabrücker brau-chen noch das Wort Nunkunkel für alte Frau, wel-ches dem Griechischen vollkommen entspricht. — Daslateinische mustirare (murmeln, leise sprechen^ ist höchstwahrscheinlich von Mysterium herzuleiten. Denn vorAlters ward zu Rom das griechische v durch u ausge-drückt. ünnius ap. Oic. in vratore. Aus gleichemGrunde ist das deutsche raunen (heimlich reden, einemetwas leise ins Ohr sagen) gebildet worden. — Auchhaben die Westphalinger das Wort Glyphen fürSpalte, wovon die Griechen wahrscheinlich ihrspalten oder ei »schneiden abgeleitet haben.
') Rune bedeutet einen Wahrsager oder Mystagogen, im-gleichen ein Geheimniß. (///>/>?'/. sslarc. 4 - i^viz arch.ban ist knnnen rnna rlriuckangarckfos (Zorbz d. h. euchistS gegeben zu wissen das Geheimniß des Reichs GolkeS.(kunnen oder können kommt noch in Westphalen für