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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
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241
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An Hrn. Rath Beckcr in Gskha. 2 41.

her noch selbst einer Realschule mit Recht vorgezogen;und aus die Dauer gleicht die Sprache nur dem Gelde,wodurch keine neuen Waaren in den Handel kommensondern nur die darin vorhandenen bezeichnet werden.

Ew. haben dieses selbst zugestanden, indem Sie IhrNoth- und Hülfs-Büchlein äußerst zweckmäßig eingerich-tet und solches auf Dinge eingeschränkt haben, die demLandmanne nützlich sind, aber ihm in seiner Sphäre nichtvorkommen. Dieses war auch der einzige wahre Gesichts-punct, worin die Sache gestellt werden mußte, und dasGcschichtchen von dem Erhcnkten, dem an dem Baume

zur

5) Die Vcrglcichung der Sprache mit dem Gelde führt wei-ter, als mein Freund Mvser in dem Augenblicke dachte,da er dieses schrieb. Allerdings entstehen durch oaSGeldneue Waaren, und der Handel ward dadurch erst geschaf-fen. Ehe Geld da war, konnte bloß das Land angebauetwerden, und nur so weit als das Angebaute zu nutzenwar. Wer kein Land hatte, mußte hörig oder leib-eigen oder im Gefolge seyn; konnte nie dm eh eige-nen Trieb seine Geisteskräfte ganz entwickeln. Erst durchSGeld entstand Handel, Künste, Industrie, eine Mengeneuer Bedürfnisse und neuer Waaren. So ists auch mitder Sprache, und dem Unterricht durch die Sprachen.Durch die Entwickelung der Begriffe werden die Men-schen von der Leibeigenschaft der Vorurthcile be-sreyet, wornach sie ehemals selbst verlangten, der sie abernicht mehr bedürfen, wenn sie Ursachen und Wirkungenkennen lernen, und ihr? Handlungen darnach einrichten.Aber so wie Cirkulation nur das Geld nützlich macht,und Cirkulation' nicht statt findet, wenn das Geld nichtbey jeder Veränderung ein Zeichen einer thatigen Indu-strie ist, so ists auch mit den Begriffen durch die Sprachehervorgebracht. Sie wirken nichts, wenn sie bloß aus ei-nem Munde in den andern unthätig hin- und hergehen.Sie nützen nur, wenn sie thätig machen. N.

Masers verm. Schriften. 2, Ad. ' s).