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IX.
Von dein Staats- und KabinettsministerGrafen von Herzberg.
Berlin, den i.Zuni 1782.
Schreiben über die Deutsche Sprache und Littera-tur und über die Schrift des Königs von dieser Materie,welches Eurer Wohlgcb. zugeschrieben wird, ist mir erstseit kurzem in die Hände gefallen. Es ist mir nicht gleich,gültig, sondern sehr angenehm gewesen daraus zu erft.hcn, daß ein Mann von so entschiedenem Verdienst, vonso großen Einsichten, und ein so wahrer Deutscher inseiner Schrift meinen Gesinnungen Gerechtigkeit wider-fahren lassen. Sie stimmen in der That mit der Mey-nung, welche Sie davon hegen, völlig übercin, und ichpflichte dem Urtheil, welches Sie von der Schrift desKönigs fallen, großtentheils bey. Ich kann es um somehr mit Wahrheit und erweislich thun, da ich zu derSchrift des Königs von ungefähr Anlaß gegeben, ersteeigentlich an mich gerichtet, und ich ihm viele mündlicheund schriftliche Vorstellungen gethan, um ihm einen bes-sern Begrif von der Deutschen Sprache und Litteratur undauch selbst von seiner Nation beyzubringen. Die beson-dern Umstände davon habe ich in einer kleinen Nach-richt für mich selbst, für die Nachkommenschaft, undfür einige deutsche Freunde aufgesetzt, die ich aber beydes Königs Leben nicht in fremde Hände kommen lassenwollte. Da ich weiß, daß Niemand den Werth von der.gleichen Nachrichten besser empfindet als Eure Wohlgeb.,
so