Won dem Geschichtschreiber Schmidt. 229
aus ziehen können, als aus den Schriften so vieler Uni-vcrsitatsstatistiker, die sich so sehr in Deutschland anHau-fen!Einige Bemerkungen, z.V. die Grundsätze derEnglander in Betreff der Hanse, waren mir hei Dnrch-lcsung der dahin einschlagenden Urkunden ganz entwischt.Ich habe es demnach bloßJhnen zu danken, daß ich nunin dieser Sache klarer sehe als zuvor. Daß die gute ZeitDeutschlands jene war, da das Fauscrecht im Gang war,davon bin ich ebenfalls überzeugt, werde es auch mitDatis belegen, die nicht leicht einen Zweifel übrig lassenwerden. Was wird doch noch wohl bey so weniger Har-monie der Regenten, bey so sehr in einander laufendemInteresse der vcrschiednen Glieder des Reiches, bey soschlechter Commerzialverfassuiig, und zunehmendem Luxusin den kleinern Provinzen, aus Deutschland werden? Ei-nes ist mir dabei/das Unausstehlichste, daß da endlich dieTheologen ausgezankt haben, und überhaupt duldsamwerden, nun die sogenannten Publicisten die Verbitte-rung zwischen den verschiedenen Religionsparteycn nichtallein unterhalten, sondern noch vergrößern. — Die Be-merkung wegen der Alemannier und Baiern habe nochnicht Zeit gehabt zu prüfen, da mich der Verleger wegenfrischen Manuscriptcs plaget; ich werde aber zu seinerZeit nicht versäumen Gebrauch davon zu machen. Wol-len mich übrigens Ew. W. unter Dero Freunde zahlen,so wird mir dieses einer der angenehmsten Vorfaste mei-nes Lebens sehn. —
M. I. Schmidt.
VIII.