2AZ
VII.
Von dem Geschichtschreiber Schmidt.
haben mirDero inBctrcff meiner Geschichte an Sie (Ihn)erlassenes Schreiben überschickt. Ew. — werden Sichnicht leicht vorstellen können, wie angenehm einem ein sol-ches Urtheil fallen muß, wenn man in einer Gegend lebt,wo wahre Kenner in diesem Fach so selten sind, nnd woman im Gegentheil noch besorgen muß von Cabalen undPartcygeist chikanirt nnd gequält zu werden. Gott seyDank! bis daher ist noch alles ruhig vorbengegangen.Ich werde demnach auch fortfahren, bloß nach meinerUeberzeugung zu schreiben.
Ew.— haben vollkommen recht, wenn Sie glau-ben, daß mir Dero Entwurf der Osnabrückischcn Ge-schichte nicht entgangen. Nur Schade! daß ein Werkvon solcher Starke und Neuheit der Gedanken, beson-ders solchen die auf eine Menge von Sachen Licht ver-breiten , nicht weiter geführt ist. Auch die PatriotischenPhantasiern habe ich mir einem außerordentlichen Ver-gnügen gelesen. Mochten doch mehrere Manner inDeutschland, die selbst Einfluß in die Regierung beson-derer Lander haben, nur hie und da etwas zu Papierbringen z wie ungleich großem Vortheil würde man dar^
Wirzburg, den 15. März >773.Statthalters von Dalberg Excellenz