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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
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207
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Briefe an Herrn Kanonikus G!eim. 207

2.

Osnabrück, den -6. Febr. - 757-

^wr. gcehrtcstc beide Zuschriften laufen fo eben beyAbgang der Post ein; und weil mir nicht viel Zeit mehrübrig ist, so will ich nur in Betreff des Anlehns gehor-samst erwiedern, daß dazu hiefelbst reine Hofnung sey,indem fast alles Geld von hieraus ins Mindische undRavenspergische zu dem von Sr. Konigl. Majestät daherverlangtem Da: lehn gefchaffek worden; lind wenn esnicht geschehen wäre, sicherlich "nicht mehr geschehenwurde, da es nachher erst bekannt geworden, daß Se.Königs. Majestät sich genothiget sehen, Allerhochstdero-selben Wcstphälischc Lande völlig Preis zu geben: so wiedenn Wesel bereits würklich geräumct, und im Märki-schen und Klevischcn einem jeden das scinige zu fiüchtenvon öffentlicher Canzel erlaubt wird. Bey welchen Um-standen, und da bereits eine leichte Partey Franzofenwürklich den Rhein passirt, die große Armee aber imAn-uge ist, und sich aller Wahrscheinlichkeit nach theilenwird, uin eines Theils durch die Wettcrau sich gegenSachsen auf Erfurt zu wenden, und andern Theils dieWestphälisehen Lande mitzunehmen, und nachmals Hal->berstadt und Magdeburg in die Mitte zu fassen, Ew. leichtermessen werden, daß ein Jeder anfange zu fürchten,und fein baares Geld zu verbergen, zumal da Hannoverund dessen Allürte ein ganz besonderes System fassen, undauf gewisse Weite Zuschauer abgeben werden» Se» Konigl»Majestät handeln solchergestalt zwar am besten, wennman dies Beste ans dem Allerhöchsten Gesichtspunct be-trachtet; es ist aber ganz natürlich, daß bey der Lehreder besten Welt, auch derjenige sich beklage welcher durchden Trost: daß er ein Opfer für Alle sey, nur gar zuschwach beruhiget wird. Es ist dadurch, um wieder auf

das