Briefwechsel mit Friedrich Nieolai. 19Z
stockten Ort endlich zum Krumpfen zwinge, und dadurchdie Auflösung des Knotend bewirke. Dieses ist, nach mei-ner Erfahrung, so gewiß, als ungewiß es ist, ob ich jemalseinen Arzt davon überzeugen werde. Aber daran werdeich mich nicht stoßen; genug, daß ich im hundertsten Jahreschreibe, und da^Privilegium zu radotiren habe. Dasbeste bey dem allen ist, daß ich mich wirklich sehr gebesserthabe; die Hypothese mag nun richtig seyn oder nicht.
Ein herzliches Lebewohl, bis wir uns in Pyktmont sehen!
ZS-
Osnabrück, den 6. ZuN. 1767.
liebster Freund! Der Tod meiner lieben Frau, wclebekmich nach einem 41 jährigen Ehestande betroffen hat, solletmich beynahe abhalten, eine Reise nach Pyrniont vorzu-nehmen. Indeß, da alle meine Freunde wollen, daß ichdas Trauerhaus verlassen soll: so will ich mich nicht wi-dersetzen. Aber in Ansehung der Zeit sehe ich keine Aen-derung zu machen *), weil gerade am 20. Jul. unser Bi-schof, der Herzog von Aork, zu uns kommt, und ich nochzur Zeit nicht sehe, daß ich alsdann werde abwesend seynkönnen. --
N 2 Sehen
D Ich hatte ihn gebeten, wo möglich, 8 Tage später zukommen. N