Briefwechsel mit Friedrich Nicolai. x 5 9
Indeß will ich auch lieber den neuen Abdruck desersten Theils lassen, bis auch der dritte fertig werdenkann; denn ich wollte die Neue Ausgabe zusammen brüs-ken und nur von der alten die Theile einzeln geben»
Ich wollte deßhalb nicht gern (nach Ihrem Vor-sch lage) die vorrathigen Stucke der Neuen Aussage desersten Th.'-s beyfügen, weil sonst die Besitzer des erstenTheils diese Vermehrung entweder nicht haben würden,oder denselben noch einmal kaufen wüßten» Ich haltealso am besten, diese Vermehrungen zu einem drittenTheile aufzubehalten. Wenn Sie die OsnabrucksehcnNachrichten recht durchsehen, so wird sich vielleicht nochmanches finden, das eines neuen Abdrucks würdig ist»Sie hatten im zweyten Theile auch an die allerliebste Er-zählung: das Herkommen, nicht gedacht, wenn ichSie nicht daran erinnert hatte. Rechnen Sie nur dar-auf, daß Ihre Aufsatze deßhalb nicht uninteressant wer-den, weil sie lokal für Osnabrück sind. Die Art, wieSie diese lokalen Objekte behandeln, macht sie interes-sant für jedermann.
Ich glaube, es wird nützlich seyn, beyden! drit-ten Theile ein Sachregister über das ganze -Werk zumachen. Die Mannigfaltigkeit der Materien erfordertes. Wissen Sie etwa jemand dem Sie es aufzutragenfür gut fanden, so könnte es vielleicht vom ersten undzweyten Theile mit Muße gemacht werden. Denn dieNeue Edition soll ungefähr Seite auf Seite kommen-nur sauberer gedruckt und ausgeziert erscheinen»
Dazu soll denn auch Ihr Bildniß umgestochenwerden . Hier findet sich aber eine Schwierigkeit. Dieguten Kupferstecher finden das Bild zu hart gemalt,und glauben nicht, daß sie darnach etwas Emes machen
könn.