Bncfwc ' sc! mit Friedrich Nico'ai. 147
Bernfsgeschäfte, welche mir. so lange ich nur eine fröh-liche Morgenstunde hatte, Spielwerk waren, verwandel-ten sich in solche nnbeguenre Bürden, daß ich sie auf kei-ner SchuUcr zur Tracht bekommen komm. Allmählichfange ich an sie wieder herumzuschwenken; und so hoffeich noch nicht ganz alt und mürbe zu werden. Derech.e Gcbaldus hat inzwischen seine Sache vor allenkr -..sehen Tribunalen rechtskraftig gewonnen, und ichkn n ihm nur noch meinen aufrichtigen Glückwunschzujauchzen. In der That scheint er mir auch das rechtewerfe Maaß getroffen zu hallen, und ich erinnere michkeiner Schrift, worin das Koniische so unterrichtend undzweckmäßig ist, wie in dieser, besonders wenn die Epi-sode im letztem Buche, welche jetzt noch etwas willkür-lich zu wyu scheint, zu einer nothigen Maschine intkünstigen Theile gemacht wird. Der Verfasser hat zwarin der Vorrede protestirt, baß er keine epische Geschichteliefere; aber die Verbindung aller Figuren zu einemHauptzweck bleibt doch immer eine Hauptsache in jedemGemälde.
Da ich für meine Freunde ein offnes Hans halte;so ist Abbt oft einige Wochen bey mir gewesen» Ichhabe meine Einrichtung aber so, daß meine Freunde beymir so wie im Wirthshanse sind, und sie Besuche gebenoder annehmen, und überhaupt thun können was siewollen, ohne daß ich schuldig bin, die ITewneum zumachen. Ich kann also selbst nicht wissen welche Ar-ten von Verbindungen Abbt hier vielleicht noch sonst ge-habt hatt
Von den beiden anliegenden Exemplaren bitteich eins Herrn Moses Mendelssohn zukommen zu lassen,
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Es war das Schreiben an Herrn Aaron Mendez daCosta, Oberrabbiner zu Utrecht. Man s. Bd. i, S«> So folgg. N.