144 Briefwechsel mit Friedrich Nicolai.
lidsruin, kennen wir nicht mehr, und können ihn nichtmehr nennen. Jeder Landman», wenn er auch chrev-ftcstäerist, heißt ein Bauer, cultor. Der Adel hatMänner, Leute: lauter Worte die spat in einer vonder Herrschaft schon bedeckten Verfassung gcbohren sind;und die Römer, um das Dominimn zu definiren, muß-ten sagen: eft ici <zuc>ä civis eto. poklläet.Damals war ihre Sprache schon gesunken. Das Eigen-thum ist bloß ?utrimomum Aecki'ilnch/ und in keinerMonarchie ist in dem alten Verstände ein D-nniniumwlicujus privnti, weil der Kopf des Besitzers nicht mehrdas cuput (^uiritis ist. Die Römer verloren den Be-griff des (luiritis, und es verwandelte sich alles in (chvog,so wie sie nach und nach ihren ftutum orichnzriuin ver-loren. Eben so hat die deutsche Sprache alle die Worteeingebüßt, welche wir nöthig haben, um die Geschichteder Sachsen vor Karln dem Großen verstandlich zu ma-chen. *) Doch ich schweife aus. Ich wollte nur sagen,daß ich jemanden wünschte, der die Sprache so studirte,wie Winkelmann die Antiken, und daß es vielleicht derGedanken unsers seligen Freundes gewesen, sich diesesin der Geschichte zu Nutze zu machen.
Was ich von seinen kleinen Schriften habe und vonRinteln auftreiben kann, will ich überschuckcn; ingleichcnwo möglich die versprochene Recension vom Natio-nal g c i st. Doch kann ich nichts versprechen, weil ichbeynahe mein ganzes Lesen daran geben muß, da ich michals ein williger Gaul ohne Noch in Arbeiten verwickelnlasse, die ich zum Henker werfen sollte.
Diese lehrreichen und treffenden Ideen hat Moser zumTheil nachher in der Vorrede zum ersten Theil der Ocma-brückschcn Geschichte und an andern Orten seiner Schrif-ten mehr entwickelt, N,
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