Gegen den Leibeigenthum? ? 2;
die Sklaven in Reihe und Glieder getreten wären, keinsterblicher Mensch sich unterstchen sollte, ihnen auchNur ein Haar zu krümmen.
Die vernünftigsten unter den Herren etkanntcn,l>äß dieses nicht anders seyn konnte, und daß hieenicht der Oberste, sondern die Natur der Sache spräche;sie erkannten, daß von jedem Hofe ein wehrhafterMann, und außerdem Fuhren, Steuren und Lieferun-gen erfolgen müßte», und wenn dieses nicht geschähe,Freyheit und Eigenthum, Herr und Knecht verlorenseyn würde; sie erkannten, daß entweder ein Herr fürjeden Hof einen Soldner dingen, oder seinen Sklavendazu hergeben und ausrüsten müsse; sie erkannten end-lich, daß weil der Unterhalt eines Soldners für jedenHos> nebst den erforderlichen Fuhren-Lieferungen undSteuren, mehr als die ganze Pacht des Hofes weg-nehmen konnte, es besser seyn würde, die Sklavenkünstig also zu halten, daß sie zugleich fürs Vater-land fechten, und nebenher auch etwas zur Pacht ge^ben konnten.
Aber es ist doch, beym Himmel! ein altes RechstUnd ich habe die Schecrcn, womit meinen KnechteitNasen und Ohren abgeschnitten sind, noch ans mei-nem Hause: brummete ein Eigenthümer; und ihm ge-fettete sich ein anderer zu, der in seiner Jugend aufeiner Deutschen Universität studirt hatte, und behaup-tete,