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Anti-Kandide.
Der Mensch scheint niir ein Thier zu seyn, welchesfeinen Trieben und seinem Bedürfniß gemäß handelt,daneben aber ein Vermögen besitzt, diese zu erweiternund einzuschränken, und die besten Mittel zu ihrer Be-friedigung zu wählen.
Woraus diese Kraft zu Wahlen und der Grund sich zubestimmen, hervorgehe, weiß ich so wenig als daszrriucüpium matus.
Ich glaube daß Gott nicht vorher weiß wie undwas derMcnsch Wahlen wolle; daß er aber den Menschenmit der Fähigkeit unter mehrerm zu wählen versehen, unddie Welt so eingerichtet, seiner Wahl zu gehorchen, dasglaube ich.
Ich glaube, der Mensch möge wählen was erwolle: so fuhren alle mögliche Wahlen zu Gottes Ehre,und Gotr weiß zum voraus, daß des Menschen Wahl nieeigentlich, oder für das Ganze, schädlich seyn werde.
Denn Gott sieht nicht bloß die wirkliche Reihe,sondern alle mögliche Reihen von Entwickelungen; under hat diese so geordnet, daß sie alle zum Besten führen
Fort«