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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
48
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48 Harlekins Heiruch;

die dahin kommen, Höflichkeit und Dankbarkeit zu zei-gen. Ich würde sonst unsrer Gesellschaft schaden, undeine Unanständigkeit begehen, die in den Umstandenworin ich bin, für den Einen oder Andern beleidigendseyn konnte. Glauben Sie aber um deswillen ja nicht,mein lieber Herr Graf, daß wir mit unsrer Gütigkeitverschwendrischer sind als andre. Jeder Stand erfor-dert ein eignes Betragen; und wenn man das weiß, somacht man keine falsche Schlüsse.

Valer. Ich glaube nicht, daß Sie mir derglei-chen Schuld geben können. Meine aufrichtige Liebe istdie beste Widerlegung, und d-e sicherste Probe, daß ichIhre Gütigkeir in keinem Verdachte habe.

Neunter Auftritt.

Die Vorigen. Harlekin und Peter.

Harl. Ha! ha! ha! Spielen Sie hier eine

Comodie?

I sa belle. Nun, was fallt Dir ein, Harlekin?Die Reihe ist ja gar nicht an Dir.

H arl. Die Reihe mag an mir seyn oder nicht, somuß ich Ihnen sagen, daß Herr Barthold sich ver-sehen, und daß heute gär nicht gespielt, sondern inallem Ernste an einer Heirath gearbeitet wird.

Vater. Aber, was bedeutet denn das?

H a r l. Was das bedeutet, wenn man heirathet?

Peter. Wissen Sie das nicht?

Valcr. Herr Varthold und Ihr alle seyd ver-rückt. Ein andermal soll man es mir zweymal sagen,ehe ich hierher kommen und meine Rolle spielen will.

(Geht ab.)

I s a b e l l e.