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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
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ein Nachspiel.

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Ehre aufzuopfern, fo wichen Sie auch so billig seyn,und der meinigen schonen.

Valcr. Sie sind grausam. Sie handeln unge-recht mit Sich, ungerecht mit mir. Ich und mein Un-glück bleibe zu Ihrer Verantwortung.

Isa belle. Ich kenne diese Sprache; aber ichweiß was ich mir von Ihrer Vernunft zu versprechenhabe. Ueberlegen Sie nur einmal Selbst, wie empfind-lich es Ihnen und mir ftpn würde, wenn man in allenGesellschaften vor uns fliehen, wenn jeder Blick Ihneneinen Vorwurf und mir eine Verachtung zeigen, wennIhre ganze Familie Sie hassen und mich verfolgen, wennjedermann argwohnen würde

Valer. Qualen Sie mich wenigstens nicht, wenn, Sie mich nicht glücklich machen wollen. Ich habe dasalles, und m>ch ein mchrers überlegt; ich habe mir allediese Wahrheiten so deutlich vorgestellt, daß ich glaubenkonnte, unvarteyisch zu urtheilen; und doch, schönsteIsabelle, fiel der Schluß dahin aus, daß das Glückunsrer Vereinigung All.s das unendlich überwiegenwürde.

Isabclle. Sie wissen. Herr Graf, daß ich ge-gen dieses Glück nicht unempfindlich bin. Sie wissen,daß mein ganzer Stolz durch diese Verbindung befriedigtwerden würde. Verzeihen Sie mir aber, daß ich Sieauf eine zärtlichere Art liebe, und meinem Vorsätze ge-treu bleibe.

Valer. Sie begegnen einem Jeden sonst so»tig, Sie

Isabelle. Keine Vorwurfe, Herr Graf. Daich die Bühne betrete, so ist es meine Schuldigkeit, allen

die

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