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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
37
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ein Nachspiel.

3?

bis Probe stellen; und wenn es Ihnen dann nicht gefallt,so sind Sie am Ende wieder frey, und Sie haben nureine verliebte Rolle gcfpiclet.

Harl. Der Einfall ist wirklich gut. Ein jederFreyer spielt doch nur eine Rolle; und wenn am Schlüssedes Stücks die Heirath vollzogen wird, so hat die Rollenur gar zu früh ein Ende.

Barth. Holla! Kolombine!

Zweyter Auftritt»

Die Vorigen, und Kolombine.

Barth. Kolombine, Du sollst heute einmal dieBraut seyn.

Kolombine. Ach, Papa, das bin ich gerne.Ich spiele nichts lieber als Braut und Bräutigam.

Harl. (Vor sich) O Du Siewis-

scn aber doch, meine schone Kolombine, daß die Freye-re!) mir der Comodic ein Ende hat.

Kolombine. Nun, so können wir ja dasselbigeStück noch einmal spielen. Ich wollte, daß wir garkein anderes auf unsrer Bühne hatten; und fast mogteich das Heirathen vcrreden, um allzeit Braut zu bleiben.Ach, es ist so allerliebst Braut zu seyn.

Barth. Man kann heirathen, und doch nochimmer die Braut spielen. Eine gute Partey kann manimmer auf Abschlag nehmen; und die jungen Madchenthun übel, wenn sie die Hand eines ehrlichen Mannesausschlagen, um allzeit flattirt, adorirt, courtisirt, ca-ressirt, und endlich meprisirt zu werden. Bist Du denn,

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