Nachricht
von dem ersten gedruckten deutschen Timlar-undFormularbuch *).
^ie Nachricht von einem alten Titularbuch scheinetzwar keinen sonderbaren Nutzen zu versprechen, seitdemTircl und Stand — Gepräge und Gehalt — ihr be-stimmtes Verhältniß gegen einander verloren, und einglücklicher Minister die herrliche Kunst erfunden jemandenauch sogar den Titel eines wirklichen zu ertheilen.Liebhaber der Alterthümer und seltener Bücher aberwerden dennoch die Nachricht von einem Werke mit Ver-gnügen lesen, worin der Rang und die Titel unsererVorfahren im fünfzehnten Jahrhundert nach Regeln be-stimmt und angezeigt worden. Vielleicht kann es auchdenjenigen einige Erläuterung geben, die bisher z.B.den Gebrauch der Titel: Durch lauchtigstcr, Wo h l-geborner, Gnadiger, Edler Herr, Ritter,und anderer mit Gewißheit zu bestimmen vergebens ge-sucht haben. Der Titel ist folgender:
„Wie
*) Die fünf folgenden Aufsätze standen in dem „Osna-„brückschen Journal, aus der Feder einiger Freunde.„Erstes Stück. Gottingen, 1755, beu V. Bossiegel."8. — S. >oy fangt daselbst die dritte Nummer an,mit der llebcrschrift: ,, ^nimaä verlio.
„ neun er I.ecri<znum variarum penraz." Nur wimsmelt der Abdruck von häufigen und sinnentstellendenDruckfehlern. N.