Eine Erzählung.
der Gefangenwärter, welcher ihn als einen Franzosen *)soo.leich für einen Koch hielt, sagte ihm schon des erstenAbends, als er sich über das elende Essini beklagte, daßer sich was bcssers kochen mogle. „Mit Leuten die„nichts hätten, habe er gar kein Mitleid; wenn er je--„doch einen Freund habe der ihn unterstützen wolle,„könne er bey ihm Alles haben, wenn es auch eine hüb-„sehe Gesellschafterinn wäre."
Damft ward abgeschlossen, und der arme le Grandseinen Gedanken überlassen
„(^uvä Zenus boc liominum? guasve kiunc l?.M
burbara mvrem
„ llermirrir xalria?°'' —
rif er endlich ans, als er wieder zu sich selbst kam.„Um elender fünf Pfund willen, die ich unvorsichtiger„Welse schuldig geworden bin, mich meiner Freyheit„völlig zu berauben! mich hier so lange schmachten zu„lassen, als es meinem Gläubiger gefallt! mich der„ barbarischen Fühllosigkeit eines Gesangenwarters aus-zusetzen! Himmel! das ist ärger alsLeibeigenthum
A a 2 und
fangnissc: die Nichtangesessencn begaben sich in P fl e g e n,und wurden von ihren Schutz - und Gutsherrn, denensie zur Nnckbürgschast mit ihrer Haut hafteten, verbürgt;und nur der ««angesessene Freye ins Gefängniß geworfen.
*) Die gemeinen Engländer pflegen zu sagen: aus Frank-reich kommen nichts als Koche, und aus DeutschlandnichiS als Fidler.
Und doch würde Jean le Grand, ohne eben diese Stren-ge nicht für fünf Pfund Kredit erhalten haben. Sohart das Verfahren der Englander auf der einen Seiwist; so wohlthätig ist es auf der andern: besonders involkreichen Städten, wo Niemand etwas auf sein ehr-liches Gesicht geborgt erhalten kann.