Eine Erzählung.
kommen hatten. Da er ohnehin eine großeNeigung fühlte,in die freye weite Welt zu gehen; so maehce er sich gleichdes andern Morgens früh auf den Weg zu diesem seinenBekannten: welcher ihn auch bald bey Herrn voneinem Mcklcn b nrgischen Edel m a n n e, anbrachte,der eben Jemand suchte welcher seinen Kindern der Fran-zosische Sprache beybringen sollte. — Aber wie großwar sein Erstaunen, als er nach einem kurzen Aufent-halte horte, daß der Edelmann Herr von 200 Sklavensey, die unter seiner Zuchtriiibe standen, und ihm sei-nen Acker bauen müßten. „ Dieses," dachte er, „ geht„über Alles! Herr la Placc konnte doch weiter nichts„thun, als die Arbeiter bey der Fabrik verabschieden,„wenn sie es nicht so machten als er es haben wollte;„aber sie durch Lcibesstrafen zu bessern, diese selbst zu„erkennen, und auch in dein Augenblick des Erkenntnis-ses vollziehen zu lassen: das ist wider alle Mcnschen-„ rechte; das hätte der Abt von St. Ctaude nicht wagen„dürfen, oder..."
In dem Augenblick, wo er sich auf einem einsamenEpatziergauge so mit sich selbst unterhielt, begegnete ihmHerr von B**; und wie man von demjenigen leicht re-det, wovon der Kopf voll ist: so schüttete auch le Granddie Gedanken aus, die er so für sich allein gehabt hatte.„ O mein lieber Freund," erwiederte dieser, „ von diese»„sogenannten 200 Sklaven würde vielleicht keiner gcbo?„reu seyn, wenn meine Vorfahren die ihrigen nicht mit„Kühen und Pferde», mit Wagen und Pflüge», und mit„allem was sie sonst nothig hatten, zuerst verleget, und„ ihnen Hauser gebauet hatten. Eben das muß ich noch„jetzt thun, so oft es ihnen daran fehlt. Niemals aber„kann ein vernünftiger Wirth so etwas unternehmen,„wenn er mit jedem lüdcrlieben Kerl unter ihnen zu Ge-buchte gehen, oder wohl gar eine Anzahl Geschworner
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