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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
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289
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Ueber die allgemeine Toleranz. 289

hoffen, daß sie sich auf diese Weise bilden lassen werde.Die Alten, welche itzt noch solche Grundsätze haben dienach dein Urtheile der Mehrheit mit den, Wohl unsrerKolonie nicht bestehen, werden wenigstens wünschen, ihrenKindern die Ehreufahigkeit zu verschaffen. Und wenndie zugelassenen Religionen von dein Zeugen Redlichkeit,von der Obrigkeit Treue, von dem LandesvertheidigerPatriotismus, und von jedem Kolonisten Ueberzeugungvon seinen Pflichten, vermuthen lassen; wenn die Er-fahrung zeigt, daß sie Trost im Unglück und Mäßigungim Glück wirken; wenn die Lehre von einer gottlichenVorsehung, und daß ohne deren Willen keinem ein Haargekranket werden kann, unsre vor den Wilden gcflüchte-tcn Kolonisten bewegen wird ihre verlassenen Felder wie-der anzubauen; wenn die Hoffnung eines bessern Lebensnach dem Tode, die dem Menschen (dem einzigen Ge-schöpfe das von seinem Tode benachrichtiget ist!) zu sei-nem Glücke eingeflößet worden, den Sterbenden Beruhi-gung und den Hinterbleibcnden Trost giebt; wenn...,.0! so wird man auch aus dieser Wirkung erkennen, daß,so wie die höchste Glückseligkeit aller Geschöpfe, alsoauch die von der Mehrheit bewirkte Glückseligkeit dieserKolonie, Gottes offenbarer Wille sey; und das Volkwird sich mit diesem Schlüsse begnügen, ohne sich mitUntersuchung der Vordersatze, welche eigentlich für denMeister der Kunst oder den Dilettanten geHort, die bes-ser anzuwendende Zeit zu verderben

Ich breche hier ab, liebster Freund, weil Sie denErfolg leicht errathen werden. Jede Partey mußte ihrGlaubensbekcnntniß der Obrigkeit vorlegen; und, wenndiese es gebilliget hatte, solches in ihren Schulen undMösers verm. S6Mken, i. Bd. T, TtM-