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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
267
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Ueber die allgemeine Toleranz. 267

lassen daß cr keinen Gott glaube, für mehr als drcyhun-dert Dollars Waaren aus Kredit erhalten; und leugneteißt die Schuld. Der Kaufmann klagte; und der Rich-ter erkannte, daß ihm, wenn cr sein Buch beschworenhaben würde, der Andere bezahlen sollte.Das gehtnicht, Herr Nichter," versetzte der Beklagte;oderder Mann muß erst bekennen, daß er einen Gott glaubtder die Meineidigen bestrast."'So recht!" ur-theilte der Richter; und wollte eben den Klager, der sichhiezu nicht verstehen wollte, abweisen, als ein Quakeraustrat, und behauptete: man müsse einem ehrlichenManne auf seine Versicherung glauben. Nun galt aberdas Nein des Beklagten so viel als das Ja des Kla-gers; und der Richter sah sich genöthigt, die ganze Ko-lonie zusammen zu rufen, um von der GesetzgebendenMacht zu vernehmen, wie cr sich hiebet zu verhaltenhabe.

Der Sprecher fing damit an, daß auch dieGotter den Eid nicht entbehren konnten:

Ilua lchierlkitio luperiz guns reääilÄ äivis.

Allein, um die vielen Quaker nicht vor den Kopf zustoßen, faßte man endlich das Gesetz dahin:Daß jederKolonist sein Glaubensbekenntniß zu Protokoll gebensollte; darnach wollte man urtheilen, wie cr seinWort bekräftigen solle. So habe man es in Europamit dem Iudcncide und der Quakerversicherung ge- macht. Wer aber gar keinen Gott glaube, solle nur gegen seines gleichen zeugen können."

Auf diese Weise", sagten die Atheisten, deren je-doch nur wenige waren,sind wir übel daran. Diegemeinen Leute hier, denen wir wegen des großen Geld- mangels borgen müssen, sind alle Christen; und werden

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