Stiftung des Bcncdi'ctmer-Klosters Jburg. 2s i
Graf Simon von Tccklcnbilrg dem Bischöfe 1186 strei-tig machen wollte. Vielleicht nöthigte der schwere säch-sische Krieg, welcher bald nach dem Antritt des Bischo-fes Benno einfiel, und worin auch die Stadt Osnabrückbelagert wurde *), unsern Bischof, die alte Burg zueiner Zeit wo so viele neue Schlosser in Sachsen ange-legt wurden, auch wieder herzustellen, und das Klosterdagegen nicht völlig nach seinem ersten Plan auszufüh-ren. Denn so groß auch seine Erfahrung in der Bau-kunst war **), und so eifrig er diese Stiftung zu Standezu bringen suchtet so machte er doch kein Gebäude, waseines solchen Meisters würdig war, welches Norbertmit seinen vielen Reisen und seiner öftern Abwesenheitzu entschuldigen sucht. Der Bischof verstand sich be-sonders auf das Mauerwerk, und doch stürztm ihm dieM seiner Abwesenheit zu eilig verfertigten Mauern ein.
Seine
Jahr 1186 gewiß, und Erdman muß hiezu gute Grun-ds gehabt haben. Klein sorg in lüll. eool. ^Vellch.x. Z08. Loä. liläslol. sagt auch, daß Beuno aooemer Losnobium in monre IlmrA erbauet habe, führetaber doch zu seinem Gewährsmann keinen andern als denNorbert an, der dieses doch keineSwegeS sagt. Das Stif-tungsjahr sehr Kleinsorg x. zo? um 1069, aber wiemanS nehmen will.
*) Es war die Armee des sogenannten Knoblauchs-Kaisers Hermann von Lurenburg vor der Stadt, unddabey befanden sich der Markgraf Egbert von Meistenund der Hilde-Heimische Bischof Udo. Beide bewogBenno nicht allein die Belagerung aufzuheben, sondernerzog sie auch auf die Seite seines Wohlthäters, desKönigs Heinrich IV, dem er sein ganzes Leben hindurchunter unzähligen Gefahren, Drangsalen und Verfolgun-gen , ja selbst des päpstlichen Bannes ungeachtet, immertreu blieb.
^*) Nach dem Norbert zu urtheilen, ist Benno der größteBaumeister und Haushaltet seiner Zeh gewesen.