Lzo Recensionen vom Deutsch. Nationalgeist.
„ fern sie baß plagte, öffentlich vergossen werden, und„gar bald in Rachgicr, Verzweiflung und allgemeine„Empörung sich verwandeln würden." Die Antwortist zwar nicht uneben. Allein sie enthalt nichts Trost-liches. Wie es scheint, so giebt es überall zerbrocheneTöpfe; und so lange der ehemalige europaische Gencral-apothekcr, der 8r. Uleri-e, nicht von den Todtenaufersteht, und das Mittel mitbringt, sie unzerbrechlichzu machen: wird es wohl dabey blechen, daß die Regie-rungssormen nicht eine Minute nach der Linie laufen,welche ihnen der seufzende Gelehrte in seiner Studierstubeanweiset.
Das fünfte und letzte Kapitel enthalt vermischteAnmerkungen über einige Stellen aus der Schrift vondem deutschen Nationalgeiste. Wir wollen zur Probeeine davon hierher setzen. Die Ursachen, warum dieDeutschen so verfielen, hatte der Versasser der Schriftvom Nationalgciste vornehmlich in unsere Uneinigkeit ge-setzt. „Aber in was für einer Art von Einigkeit wür-„ den wir leben, (wirft der Dorfpfarrer ein), wenn alle„ unsre Rcichsstande gleich ohnmachtig waren? Würden„wir die Einigkeit einer Familie haben, in der jedes„Kind sich freuet, den Befehlen des gemeinschaftlichen„Vaters zu gehorchen, die alle, alle unmittelbar auf„das Beste seiner Söhne abzielen? Oder würden wir„die Einigkeit einer Grcnadiercompagnie dulden müssen,„ in der der Hauptmann Feldwebel und Korporale nach„Belieben macht, und Spießruthcnund Pfahlsiehen nach„Willkühr anordnet? Vielleicht schützten uns die Gesetze?„Wie? Mit oder ohne Exekution? Und doch wohl, wie„es natürlich ist, den Gesetzgeber wider uns zuerst?"
Wir