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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
225
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Recensionen vom Deutsch. Nationalaeift. 225

seinen Forderungen befriediget sey. Cr erkennet diesesselbst. Allein wir müßten uns sehr irren, wenn cr nichtder Mann seyn sollte, der sein Gemälde bey einer gerin-gen Muse zur großem Vollkommenheit hatte bringenkönnen.

Zuerst untersucht cr die Frage: ob es einen Natio-ualgcist gebe. Wir wollen uns aber dabey nicht auf-halten. Man weiß, daß den Deutschen insgemein derVorwurs gemacht wird, ihr Nationalcharaktcr sey, garkeinen zu haben; und der Verfasser laßt seine Frageselbst unentschieden, um im zweyten Kapitel vorher zuuntersuchen, was denn eigentlich der Natioualgeist sey?Dies will cr mit allem Ernste thun, und darauf erhebtcr denn seine Stimme und spricht: Wenn wir uns an- strengen, die verschiedenen Volker zu betrachten, von denen Europa bewohnt, und zuweilen zur Freude der Welt und ewigen Zeiten, mit ^eulo hroillo zu reden,zuweilen proprer mchmem vei glorism, zuweilen coirlervatioirern lul lpiiu«, verwüster wird: so wcr- den wir finden, daß sie in einigen Stücken einander alle gleich sind. In einigen andern werden wir eine große Verschiedenheit bemerken."

Es würden zwar einige den Grund dieser Gleich-heit und Verschiedenheit darin suchen wollen, daß wiralle von einem Vater, aber nicht von einer Mutter gebo-ren waren. Denn man konnte,weil die Geschichtenicht leicht drey andere so bequeme Manner dazu an-bieten mögte, als des Noch Söhne, voraussetzen, daß die Europäer von Japhet, die Achter von Sem, und die Afrikaner von Ham entstanden waren. EineHypothese deren man sich um so viel weniger schämen durfte, weil sie von vielen großen Männern als Wahr-heit verkauft, und als eine solche seit verschiedenen

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