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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
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192
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192 Schreiben über die Deutsche Sprache

ans dem National-Leben unsrer Vorfahren zu geben,und uns zu zeigen was wir hatten und was wir konn-ten, wenn wir einmal der artigen Kanimerjungfcrn undder witzigen Bedienten auf der französisch-deutschenBühne müde waren, und wie billig Veränderung such-ten. Leicht hatte er dieser seiner Sammlung mit Hülfeeiner nun fast zum Ekel gebrauchten Liebesgcschichtc dasVerdienst der drei) Einheiten geben, und sie in eineHandlung flechten können, die sich angefangen, ver-wickelt und aufgelöset hatte, wenn er aus dem einenStücke drey gemacht, und diejenigen Gemälde zusam-men geordnet hatte, welche sich zu jeder Handlung schick-ten und sich nnt Zeit und Ort vertrugen. Allein erwollte jetzt einzelne Partiecn mahlen, und diese stehenzusammen wie die Gemälde vieler großen Landschafts-maler, ohne daß die Gallcric, worin sie sich befinden,gerade eine Epopoe ist.

Darneben sollten diese Particen wahre einheimischeVolksstücke seyn: er wählte dazu ritterliche, landlicheund bürgerliche Handlungen einer Zeit, worin die Na-tion noch Original war, und der alte Ritter den jungen,wie der alte Kanzler den jungen Kanzler ohne fremde ge-lehrte Hülfe erzogen hatte. Und da ihm gewiß niemandvorwerfen kann, daß er unrichtig gezeichnet, das Colo-rit vernachläßigct, oder wider dasCostume gefehlct habe:so behandelt man ihn wider seine Absicht, wenn man ihndarum verdammt, daß er nicht bloß für den Hof gear-beitet, und keine Epopoe, oder kein reguläres Ganze ge-liefert hat. Die Wahl seiner Particen würde auch im-mer gut geblieben seyn, wenn es einige seiner Nachfolger,die alle sieben Theater von Neapel, welche für sieben nn-terschiedne Klassen der Nation erosnet werden, in ein einzi-ges zusammen ziehen, und Hofleute und Lazzaroni mit einer-ley